Feuer im Haldenhof

War es der Geruch, die sengende Hitze oder das knisternde Geräusch des lodernden Feuers was uns da ganz unsanft aus den Träumen gerissen hat? Das wissen wir nicht.

Noch im Bett liegend, sahen wir das mächtige Feuer, die Scheune brannte lichterloh. Zum Glück hatten wir dieses Jahr keine Tiere in dieser Scheune! Sie wären verloren gewesen, wir hätten nichts tun können.

Wenige Minuten später klingelte das Telefon, Feueralarm der Feuerwehr Risch.

Wenn ein Feuerwehrmann zum Löschen seines eigenen Daheims gerufen wird, wird einem bewusst, was gerade geschieht.

 

Innert kürzester Zeit fuhr die Feuerwehr auf Platz und begann mit den Löscharbeiten. Die Dächer unserer Wohnhäuser dampften im Regen. Die Mauern unserer Häuser schirmten ein Teil der Hitze ab. Es fühlte sich im Haus an als wäre man in der Sahara. Draussen stehen konnten wir nicht. Stundenlang kämpfen die Feuerwehr Risch und Hünenberg gegen das Feuer. Um 8 Uhr früh loderten immer noch einige Flammen. Trotz Schlafmangel war an Schlaf nicht zu denken. 

Ein langer Tag stand uns bevor. 

 

Wir sind dankbar. Dankbar, dass das Feuer nicht auf umliegende Gebäude übergriff, dankbar, dass das Feuer nicht ausbrach, als noch Kälber im Stall standen und dankbar für die gute Arbeit aller Feuerwehrleute, die wie wir erst am späten Abend zu Ruhe kamen. 

 

Jetzt am Samstag ein paar Tage danach ziehen wir Bilanz. Trostlos stehen die verbrannten Obstbäume in Reih und Glied. Die Ruine erinnert an unsere Emotionen in diesen Stunden der Nacht. 

Das 2020 war für uns trotz oder auch wegen Corona bis jetzt ein erfolgreiches Jahr. Wir weigern uns, dieses Erlebnis als negatives Omen zu sehen und schauen optimistisch in die Zukunft. 

 

Viele Hilfsangebote, Geschenke und tröstende Worte sind bei uns eingetroffen, von Familie, Freunden, Nachbarn und sogar fremden Menschen, die ihre Betroffenheit ausdrückten. Wir sind überwältigt.

Wir danken allen von Herzen, die an uns denken und mit uns gelitten haben.

 

Familie Buholzer mit allen Bewohnern des Haldenhofs

 

PS. Die Bilder wurden von Baumgartner Thomas geschossen. Wir möchten euch auch noch eine andere Seite dieses ansonsten frustrierenden Geschehen zeigen. 

 

 

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Ralph Buholzer

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